Kaffee für JURA Vollautomat: Bohnen, Röstung und Mahlgrad
Titelbild: KI-generiert
Ein JURA-Kaffeevollautomat mahlt für jede Tasse frisch, und genau deshalb hängt so viel davon ab, welche Bohnen im Behälter liegen. Wer den passenden Kaffee für JURA Vollautomat sucht, steht im Regal vor Dutzenden Packungen mit Aufschriften wie „Crema“, „Espresso“ oder „für Vollautomaten“. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, welche Bohnen sich eignen, welche Röstung gut funktioniert, wie Sie den Mahlgrad einstellen und wie Sie Kaffee richtig lagern. Der Jura Store Wien in Hietzing berät Sie dazu gerne persönlich, ob für die Küche zuhause oder fürs Büro.
Warum der Kaffee für JURA Vollautomat so viel ausmacht
Bei einem Kapselsystem steckt der Geschmack in der Kapsel. Bei einem Vollautomaten entscheiden Sie selbst: Die ganzen Bohnen kommen in den Bohnenbehälter, das Mahlwerk mahlt unmittelbar vor dem Bezug genau die Menge, die für die gewählte Spezialität gebraucht wird, und die Brüheinheit presst und extrahiert das frische Pulver. Damit hat die Bohne den größten Einfluss darauf, wie Ihr Espresso, Ihr Verlängerter oder Ihre Melange schmecken.
Gleichzeitig ist die Bohne nicht nur eine Geschmacksfrage. Sie läuft durch Mahlwerk und Brüheinheit, also durch genau die Bauteile, die im Alltag am meisten arbeiten. Die richtige Wahl sorgt dafür, dass Ihr Gerät gleichmäßig mahlt, sauber brüht und die Pflegeprogramme ihre Arbeit machen können, ohne gegen klebrige Rückstände anzukämpfen.
Arabica, Robusta oder eine Mischung
Fast jeder Kaffee im Handel besteht aus einer der beiden Hauptsorten oder aus einer Mischung davon. Beide haben ihre Stärken:
- Arabica gilt als feiner und aromatischer, mit mehr Säure und fruchtigen, schokoladigen oder nussigen Noten. Reine Arabica-Mischungen eignen sich gut für Kaffee, Verlängerten und Café Crème.
- Robusta schmeckt kräftiger und herber, enthält deutlich mehr Koffein und sorgt für eine dichte, stabile Crema. Ein Robusta-Anteil ist bei italienischen Espressomischungen üblich.
- Mischungen verbinden beides. Für einen Vollautomaten, an dem im Haushalt verschiedene Spezialitäten bezogen werden, sind sie oft der beste Kompromiss.
Eine allgemein richtige Sorte gibt es nicht. Trinken Sie vor allem Cappuccino, Melange oder Latte macchiato, darf die Bohne kräftiger sein, weil die Milch viel abfängt. Trinken Sie Ihren Kaffee schwarz, kommen feinere Aromen stärker zur Geltung. Unser Tipp: Kaufen Sie anfangs kleinere Packungen und probieren Sie zwei oder drei Mischungen hintereinander, bevor Sie sich festlegen. Notieren Sie sich dabei kurz, was Ihnen geschmeckt hat, denn nach ein paar Wochen verschwimmt der Eindruck.
Zum Ausprobieren eignen sich auch die Kaffees aus der hauseigenen Rösterei von JURA, die Sie im Jura Store Wien bekommen: Mischungen für Espresso und Café Crème, sortenreine Kaffees und mit dem Decaffè auch eine entkoffeinierte Mischung. Die aktuelle Auswahl sehen Sie unter Kaffee aus der JURA-Rösterei.
Die passende Röstung für den Vollautomaten
Mindestens so wichtig wie die Sorte ist die Röstung. Für JURA-Vollautomaten haben sich mittlere Röstungen bewährt. Sie bringen genug Körper für Espresso und Milchspezialitäten mit und sind trocken genug, damit sie im Bohnenbehälter gleichmäßig nachrutschen.
Bei sehr dunklen Röstungen tritt häufig Öl an die Oberfläche der Bohne, erkennbar an einem glänzenden Film. Dieses Öl lagert sich mit der Zeit im Bohnenbehälter und im Mahlwerk ab. Die Bohnen können aneinanderkleben und schlechter nachrutschen, und der Behälter muss öfter ausgewischt werden. Wenn Sie kräftigen Kaffee mögen, wählen Sie lieber eine dunklere, aber noch matte Bohne.
Sehr helle Röstungen, wie man sie vom Filterkaffee kennt, schmecken im Vollautomaten oft sauer und dünn, weil die Brühzeit bei einem Espressobezug kurz ist. Mit einem feineren Mahlgrad lässt sich das etwas ausgleichen, die erste Wahl sind solche Bohnen für den Vollautomaten aber selten.
Was nicht in den Bohnenbehälter gehört
Einige Produkte sehen harmlos aus, schaden aber dem Mahlwerk. JURA weist in seinen Bedienungsanleitungen darauf hin, dass Kaffeebohnen, die mit Zusätzen wie Zucker behandelt wurden, das Mahlwerk beschädigen. Dasselbe gilt für bereits gemahlenen oder gefriergetrockneten Kaffee im Bohnenbehälter. Konkret heißt das:
- Aromatisierte Bohnen mit Vanille-, Karamell- oder Haselnussgeschmack: Aromastoffe und Zuckerreste verkleben das Mahlwerk und setzen sich im Behälter fest.
- Karamellisierte oder gezuckerte Bohnen: Die Zuckerschicht ist für das Mahlwerk eines Vollautomaten ungeeignet.
- Instantkaffee und Kaffeepulver gehören nie in den Bohnenbehälter.
Wenn Sie zwischendurch einen anderen Kaffee trinken möchten, etwa einen entkoffeinierten, nutzen Sie bei Modellen mit Pulverschacht diesen Weg: eine Portion gemahlenes Kaffeepulver einfüllen, niemals Instantkaffee, und nur so viel, wie die Anleitung Ihres Modells vorgibt.
Den Mahlgrad richtig einstellen
Der Mahlgrad bestimmt, wie fein die Bohnen gemahlen werden, und damit, wie schnell das Wasser durch das Kaffeepulver läuft. Ist das Pulver zu grob, läuft der Kaffee schnell durch und schmeckt wässrig oder sauer. Ist es zu fein, läuft er nur langsam, schmeckt bitter und die Crema wird sehr dunkel.
Als Faustregel gilt: Dunklere Röstungen vertragen einen etwas gröberen Mahlgrad, hellere eher einen feineren. Mit der Einstellung ab Werk funktionieren die meisten Mischungen bereits gut. Wenn Sie nachjustieren, beachten Sie drei Punkte:
- Nur bei laufendem Mahlwerk verstellen. So steht es in den JURA-Anleitungen, und daran sollten Sie sich halten, um das Mahlwerk zu schonen.
- In kleinen Schritten vorgehen. Eine Stufe genügt meist. Danach zwei, drei Bezüge abwarten, denn im Mahlwerk liegt noch Pulver der vorherigen Einstellung.
- Am Geschmack orientieren, nicht nur an der Optik. Eine schöne Crema allein sagt wenig, wenn der Kaffee bitter ist.
Bei manchen aktuellen Modellen, etwa der Z10, stellt das Mahlwerk den Mahlgrad je nach gewählter Spezialität elektronisch ein. Welche Möglichkeiten Ihr Gerät bietet, steht in der Bedienungsanleitung. Wenn Sie noch vor der Wahl stehen, finden Sie die aktuellen JURA Kaffeevollautomaten für den Haushalt bei uns im Überblick.
Frische und Lagerung: so bleibt das Aroma erhalten
Kaffee verliert nach dem Rösten nach und nach Aroma, sobald er mit Luft, Licht, Wärme und Feuchtigkeit in Kontakt kommt. Ein Vollautomat kann nur so frisch mahlen, wie die Bohne ist. Mit ein paar Gewohnheiten holen Sie mehr aus jeder Packung heraus:
- Achten Sie auf das Röstdatum auf der Packung. Kleinere Röstereien drucken es meist auf, im Handel steht oft nur das Mindesthaltbarkeitsdatum.
- Kaufen Sie eine Menge, die Sie in wenigen Wochen verbrauchen.
- Lagern Sie geöffnete Packungen luftdicht, dunkel und kühl, etwa in einer Vorratsdose im Kasten. Der Kühlschrank ist ungeeignet, weil sich beim Herausnehmen Kondenswasser bildet und die Bohnen Gerüche annehmen.
- Füllen Sie den Bohnenbehälter nur für einige Tage. Der Aromaschutzdeckel hält Licht und Luft ab, ersetzt aber keine Vorratsdose.
Auch das Wasser schmeckt mit
Eine Tasse Kaffee besteht zum größten Teil aus Wasser. Das Wiener Leitungswasser hat einen guten Ruf, enthält aber je nach Versorgungsgebiet unterschiedlich viel Kalk. Kalk beeinflusst den Geschmack und lagert sich im Gerät ab. Stellen Sie deshalb die Wasserhärte in Ihrem JURA richtig ein, ein Teststreifen liegt neuen Geräten bei. Mit einer CLARIS-Filterpatrone wird das Wasser zusätzlich aufbereitet, und je nach Modell entfällt damit das Entkalken. Wie Sie Ihren Vollautomaten im Alltag pflegen, lesen Sie in unserem Beitrag JURA entkalken und reinigen.
Kaffee im Büro: worauf es bei vielen Tassen ankommt
Im Büro gelten dieselben Regeln, nur mit größeren Mengen. Wo viele Tassen am Tag bezogen werden, lohnt sich eine ausgewogene Mischung, die möglichst vielen schmeckt. Wichtig ist, dass der Bohnenbehälter regelmäßig in kleineren Mengen nachgefüllt wird statt einmal pro Woche randvoll. Legen Sie am besten fest, wer die Bohnen besorgt, wer nachfüllt und wer die Pflegeprogramme startet. Für Betriebe, in denen zwischen 10 und 200 Tassen am Tag getrunken werden, gibt es eigene JURA Professional-Kaffeevollautomaten. Welches Modell zu Ihrer Bürogröße passt, lesen Sie in unserem Beitrag JURA Kaffeevollautomat im Büro.
Wenn das Mahlwerk Probleme macht
Mahlt Ihr JURA plötzlich lauter, bleibt der Kaffee aus oder meldet das Gerät trotz vollem Behälter „Bohnen füllen“, kann das an der Bohne liegen: ölige Bohnen, die nicht nachrutschen, oder ein Fremdkörper wie ein kleines Steinchen, das gelegentlich in einer Packung landet. Schalten Sie das Gerät in diesem Fall aus und lassen Sie das Mahlwerk prüfen, statt es selbst zu zerlegen. Im JURA Reparaturservice des Jura Store Wien läuft das zu fixen Preisen, auf Wunsch mit Abholservice und, je nach Verfügbarkeit, mit kostenfreiem Leihgerät.
Häufige Fragen zum Kaffee für den JURA Vollautomat
Kann ich jeden Kaffee aus dem Supermarkt verwenden?
Grundsätzlich ja, solange es ganze Bohnen ohne Aroma- oder Zuckerzusatz sind. Packungen mit dem Hinweis „für Vollautomaten“ sind meist mittel geröstet und eine gute Ausgangsbasis für die ersten Versuche.
Was bedeuten „Espresso“ und „Crema“ auf der Packung?
Das sind Geschmacks- und Röstbezeichnungen der Hersteller, keine festen Kategorien. „Espresso“ steht meist für eine dunklere, kräftigere Röstung, „Crema“ für eine mildere. Beides lässt sich im Vollautomaten verwenden.
Wie oft sollte ich den Mahlgrad ändern?
Nur wenn Sie die Bohnensorte wechseln oder der Geschmack nicht passt. Bleiben Sie bei einer Sorte, passt die einmal gefundene Einstellung in der Regel weiterhin.
Darf ich Bohnen mit glänzender Oberfläche verwenden?
Ein leichter Glanz ist kein Problem. Sind die Bohnen deutlich ölig und kleben aneinander, wischen Sie den Bohnenbehälter häufiger aus oder wechseln Sie auf eine etwas hellere Röstung.
Kann ich entkoffeinierten Kaffee verwenden?
Ja, entkoffeinierte Bohnen funktionieren wie jede andere Bohne. Wer nur gelegentlich eine entkoffeinierte Tasse trinkt, nutzt bei Modellen mit Pulverschacht am besten gemahlenes Pulver für einzelne Bezüge.
Fazit: gute Bohnen, passender Mahlgrad, richtig gelagert
Der richtige Kaffee für Ihren JURA ist eine Bohne, die Ihnen schmeckt und zum Gerät passt: ganze Bohnen ohne Zusätze, eine mittlere Röstung, die nicht ölig glänzt, ein Mahlgrad, den Sie in kleinen Schritten an Ihren Geschmack angepasst haben, und eine Lagerung, die das Aroma schützt. Einen Überblick über die Modelllinien finden Sie in unserem JURA Kaffeevollautomat Vergleich. Wenn Sie Fragen zu Ihrem Gerät haben oder ein neues suchen, besuchen Sie uns im Schauraum des Jura Store Wien in der Hietzinger Hauptstraße 65 in 1130 Wien oder rufen Sie uns an unter 01/877 92 55.